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  • 5.0 Sterne
    25.8.2008
    Erster Beitrag

    Seit Jahren interessieren mich die Baumeister, Hofgärtner und Könige von Preußen. Die Villa Liegnitz ist für mich ein ganz besonderes Kleinod  baulich und gefühlsmäßig.

    Benannt wurde sie nach der zweiten Gemahlin des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III., für die er die Villa von A.D. Schadow umbauen ließ und die es jahrzehntelang bewohnte. An anderer Stelle las ich, dass König Wilhelm IV. die Villa der zweiten Frau seines Vaters, nach dessen Tod, in hohem Respekt übereignete. Wie dem auch sei, sie hat der Villa ihren Namen gegeben.

    Im Jahre 1823 lernte der verwitwete Friedrich III. in der Kur die 30 Jahre jüngere Comtesse Harrach (preussen.de/de/geschicht…) kennen. Er heiratete sie 1824 in Berlin und verlieh ihr den Titel Fürstin von Liegnitz. Die 14 Jahre vorher verstorbene Königin Luise war sehr beliebt gewesen und so zog sich der König, durch die Heirat, die Empörung der Familie und des Volkes zu. Die Liegnitz muss eine diplomatische Frau gewesen sein, die mit der moganatischen Ehe gut umgehen konnte und sich dadurch den Respekt und die Zuneigung der Familie und des Volkes errungen hatte. Die Kinder Friedrich III. haben die Fürstin auch nach dem Tod des Vaters regelmäßig besucht.

    Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten wird die Villa Liegnitz künftig als Dienstgebäude nutzen und in den nächsten Jahren grundsanieren. Die Einnahmen der Potsdamer Schlössernacht 2006 werden zum Teil für den Wiederaufbau der Pergola an der Villa Liegnitz verwendet.

    Noch ist von einem Beginn der Sanierungsarbeiten nichts zu sehen. Seit 2007 sind die baufälligen Gebäudeteile durch Überdachungen geschützt. Ich freue mich sehr auf die Wiederherstellung dieses Hauses und des kleinen Parks. Hoffentlich wird eine Besichtigung möglich sein  vielleicht zum Tag des offenen Denkmals?!

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