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  • 5.0 Sterne
    15.2.2011

    Im Januar 2011 habe ich mit meiner Freundin den Grundkurs der Weinschule besucht. Auf einem 1 1/2-stündigen Vortrag zum Weinanbau und Qualitätsstufen folgte die Praxis im Weinkeller: Herr Moser gelang es in seinem Vortrag die Zuhörer durch Fragen miteinzubinden und den Stoff durchaus unterhaltsam rüberzubringen (z. B. durch Anekdoten aus seiner Ausbildung zum Sommelier). In der Weinprobe versuchte Herr Moser die Sinne "der Schüler" für den Weingenuss zu schärfen bzw. "objektive" Kriterien an die Hand zu geben, einen guten von einem schlechten Wein zu unterscheiden. Einmal über das betrachten des Weins im Glas, dann durch das Riechen und letztendlich natürlich durch das Schmecken des Weins. Er versuchte auch seinen geschulten Geschmackssinn zu vermitteln, indem er laut seiner Erfahrung den Wein charakterlich beschrieb.

    Ich kann behaupten, dass ich nicht mehr blind vor dem Weinregal stehe und neben dem Preis nun mehr Kaufkriterien habe. Ich bin an dem Abend zu keinem Weinexperten geworden, habe aber einige Hinweise bekommen, wie ich einen Wein beurteilen kann, und ich übe das nun;)

  • 5.0 Sterne
    13.10.2007
    Erster Beitrag

    Habe zu meinem Geburtstag einen Gutschein für einen Abend in der Berliner Weinschule bekommen, ein ganz wunderbares Geschenk für einen Herren in der Blüte seiner Tage, weil nämlich ab einem gewissen Alter das Leben zu kostbar wird, um sich aus Supermarktregalen billigen Wein mit nach Hause zu nehmen, tu comprende, mon chèr ami?

    Moser beginnt den Abend mit einer österreichischen Eröffnung. Es werden Duftfläschchen rumgereicht, riechen sie mal, wonach riecht das? Für meine Nase riechts mal nach Auspuff, mal nach Lederjacke, selbst Zitronenaroma riecht für mich nach eingelegten Tomaten. Der Sommelier erklärt, wie kategorisiert unser Gehirn tickt  ohne sichtbares Gemüse, keine Zuordnung der Gurke. Sobald wir die Information bekommen, macht es Ahhh, ja, genau!
    Riech ich Veilchen und weiß nicht, dass es welche sind, sag ich Kellnerschürze und ernte von den Anwesenden Gelächter.

    Woraus wird eigentlich Wein gemacht? Wie riechen verfaulte Eier, was hat es mit dem Schwefelgehalt auf sich? Was ist ein Omegaschnitt, wie heißt die älteste Weinrebe der Welt. Wann muss ein Wein dekantiert werden, wann karaffiert? Was wird mit einer Klosterneuburger Mostwaage gemessen? Warum schreiben französische Winzer ihre Rebsorten nicht aufs Etikett?

    Nach der kundigen Einführung in die Herstellung des Weines, öffnet sich einem nach und nach das Verständnis für die traubenreiche Welt der Reben, du erfährst über Charakter und Abgang, Restsüße und Harmonie. Aromen sind überall, unsichtbar umspannen sie unsere Erde, sie sind das Salz in der Suppe unserer Olfaktoren.

    Würden wir nicht riechen und nicht schmecken, würden wir wahrscheinlich aus der Zukunft kommen und die Rebstöcke unseres Planeten als letztes Relikt kultivierter Daseinsform betrachten. Wir würden in Paradoxien leben und die von Önologen programmierten Cyborgs zögen von Kontinent zu Kontingent, raubten sämtliche Vitis vinifera, um auf Mars und Venus Grundlagen künftiger Weinbaugebiete zu schaffen.

    Nach dem kurzweiligen Vortrag gings in den Keller zur Weinverkostung. Das kühle Weingewölbe gibt einem das Gefühl in eine andere Zeit hinunter zu gehen, zwei gedeckte Tafeln erwarten die mit frischem Weinwissen angefüllte Runde. Je ein Burgunder- und Bordeauxglas, ein Wasserglas, ein Weinglas, sehr gutes Baguette. Louis-Seize Kerzenleuchter illuminieren das Gewölbe in weihevoller Andacht. Es riecht nach Weinkeller, nach Resistance, nach der dritten Flasche wird der Umgangston lockerer, die Zeit hält an, feinherb legt sich restliche Süße über den körperreichen Eindruck der Harmonie.

    Als Moser einen Billigwein unter die zu probierenden Kabinett, QbA und Spätlese mogelt, erkennen alle den Unterschied ~ es gibt dem Teilnehmer ein Gefühl des Erfolges, das nenn ich gekonnte Wein-Performance!

    Der Name Moser war für mich einfürallemal mit dem nuschelnden Grantler aus der Heimat verbunden, ab heute habe ich den Namen neu programmiert. Moser bedeutet ab sofort: Weinschule Berlin.

    Man könnte darüber nachdenken, ob man nicht einen monatlichen Weinstammtisch der Qype wine-friends in der Weinschule Moser ins Leben rufen sollte!?

    Lieber Bemo, danke für den tollen Abend!

    • Qype User looke…
    • Berlin
    • 114 Freunde
    • 364 Beiträge
    5.0 Sterne
    7.12.2009

    Schon lange hatte ich mir vorgenommen an einem von Bernhard Mosers Weinseminaren teilzunehmen. Mir geht es wie den meisten, ich trinke zwar sehr gerne Wein, der Sachverstand fehlt aber doch deutlich. Und so mache ich ebenfalls was viele tun, ich kaufe den Wein zumeist nach Gefühl oder den bisherigen Erfahrungen.
    Nachdem ich Mitte des Jahres einen Termin mit meiner Freundin gefunden hatte wurde es letzten Samstag nun ernst. Wir haben, wie es natürlich sein sollte, mit dem Basiskurs angefangen. Eine halbe Stunde zu früh sahen wir uns im neonbeleuchteten Schulungsraum erst einmal um. Karten diverser Weinbaugebiete lenkten unsere Aufmerksamkeit auf sich. Einer meiner Vorschreiber assoziierte den Raum mit einem Schulungsraum in der Fahrschule. Na ja, denken wir uns noch ein paar Magnetfahrzeuge an die Tafel, ja dann muss ich gestehen ist der Vergleich durchaus treffend.
    Aber was soll ich sagen, nachdem fast alle Teilnehmer pünktlich da waren fing Bernhard Moser schonmal mit dem praktischen Teil an, mit einem Riechtest. Mehrere Ampullen mit Geruchsproben wurden verteilt und jeder einzelne sollte erraten um welchen Geruch es sich handelt. Der optischen Bestätigung beraubt fällt es doch nicht ganz so einfach eine Zitrone, Marzipan, Honig oder andere Geruchsnoten zu erkennen. Nach Auflösung des "Rätsels" und dem ein oder anderen "AHAAAA", sowie dem Eintreffen der letzten Teilnehmer ging es dann erst einmal in den theoretischen Teil über.
    Sehr informativ und strukturiert brachte uns Bernhard Moser einige Grundlagen der Weingeschichte, des Weinbaus und auch verschiedener Weinbaugebiete Europas nahe. Er spickte seine Ausführungen mit einigen netten Anekdoten und brachte diesen Teil sehr witzig und charmant über die Bühne. Freiraum für Fragen war immer gegeben. Der theoretische Teil nahm gut zwei Stunden in Anspruch, mir allerdings kam es ganz und garnicht so vor. Im Anschluss kam dann der Teil auf den sich wohl der ein oder andere hauptsächlich gewartet hatte...die Weinverkostung.
    Wir steigen also hinab in Herrn Mosers kleines Kellerreich und nehmen unsere Plätze an sehr schön und stilvoll gestalteten Tafeln ein. Zwei verschiedene Wasser und sehr leckeres Brot stehen ebenfalls auf den Tischen bereit.
    Pro Durchgang lässt der Meister eine Weinflasche durchgehen und jeder Einzelne bewertet erst einmal für sich nach Checkliste Aussehen, Geruch und Geschmack. Gerade der Geruch spielt mir aber heute Abend doch den ein oder anderen Streich, denn meine Nase möchte oftmals ganz andere Aromen wahrnehmen als dies der Meister tut. Nun ich sehe schon, ich werde an mir weiter arbeiten müssen und nehme mir dies mal als Hausaufgabe vor ;-)
    Zwischen Weiss- und Rotweinen platziert Herr Moser dann auch noch eine eigentlich recht ordentlich aussehende Flasche Chardonnay und fragt ganz fesch, wem der Wein denn geschmeckt habe. Fast alle mögen diesen Wein, ich selbst und zwei weitere empfanden den Wein eher als nicht so gut. Ein Glück für mich, daß mein Geschmack...anders als meine Nase...mich doch noch nicht im Stich gelassen hat und den Billigheimer von Aldi herausschmecken konnte. Aber ich bin mal ehrlich, wahrscheinlich wars auch nur Glück!
    Zwei Weine verkosten wir doppelt. Zum einen testen wir den Unterschied zwischen Bordeaux und Burgunderglas mit dem selben Wein. Wir testen Geruch und Geschmack, wobei gerade beim Geruch ganz deutliche Unterschiede zu bemerken sind. Weiterhin probieren wir auch den Unterschied zwischen frisch geöffnetem und auch 6 Stunden karaffiertem Wein. Auch hier merkt man den Unterschied unerwartet deutlich.
    Der komplette Abend wurde unterhaltsam und informativ durch Herrn Moser begleitet und alle Fragen verständlich erläutert.
    Gegen Mitternacht verliessen wir den Meister der Weinkunst ein wenig angeheitert und mit der Hoffnung ein wenig vom heute erlangten Wissen auch am nächsten Tag noch hervorkramen zu können.

    Wir hatten einen sehr schönen Abend und ich bin mir gewiss, wir kommen wieder keine Frage...!

     Text & Bild looker
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    • Qype User dieTur…
    • Berlin
    • 0 Freunde
    • 1 Beitrag
    5.0 Sterne
    19.6.2010

    Herr Moser führte bei uns eine Mitarbeiterschulung durch. Wir waren sehr zufrieden und begeistert von der lockeren und kompetenten Art, wie er das ganze gestaltet und aufgezogen hat. Wir bedanken uns und freuen uns auf die nächste Veranstaltung!

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Über dieses Geschäft

Besonderheiten

Wir bieten verständliche und unterhaltsame Wein- und Genussseminare, spezialisiert auf den privaten Endverbraucher.
Weil Genuss auch Kennnis braucht!

Firmengeschichte

Hat 2004 eröffnet.

Die Weinschule wurde im Jahr 2004 von Diplom-Sommelier Bernhard Moser gegründet. Die Geschäftsführung macht heute seine Frau Sina Moser-Holley, er kümmert sich um Seminardurchführung und -gestaltung.

Herr Moser arbeitet zudem als Genussjournalist für Radio, Print und Fernsehen und arbeitet als Restaurantkritiker.