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Das Café in der Bundespressekonferenz kenne ich nun schon seit ein paar Jahren und komme immer wieder sehr gerne hier hin, und sei es schon deshalb, weil man hier immer erst an einem Pförtner vorbei muss und weil es im Innenhof des Gebäudes unter dem hohen Glasdach eine ganz besondere Atmosphäre ist, Weihnachten übrigens auch immer mit einem schön geschmückten Tannenbaum. Ich habe immer einen freien Platz gefunden, mag die entspannte Atmosphäre, die Wasserspiele vor der Theke, für mich ist das eine echte Oase. Die Mitarbeiter sind freundlich, das Angebot auf der Karte wechselt regelmäßig, die Preise sind normal, das Essen war immer lecker, gerade auch die Salate. Also, nur einen Stern würde ich nur geben, um sicherzustellen, das normale Touristen und sonstige Berlinbesucher hier auch weiterhin nicht aufkreuzen, was Gott auch weiterhin verhindern möge :-)
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Ein schönes indisches Restaurant abseits der großen Touristenströme. Um es gleich zu sagen: ich würde wiederkommen und es gibt auch viele Dinge zu loben. Aber mit 4,5 Sternen nach der aktuellen Bewertung ist es zu gut eingestuft, ich würde 3,5 Sterne für erheblich realistischer halten. Die Mitarbeiter sind sehr freundlich, auch nicht aufdringlich, sprechen aber teilweise so schlecht Deutsch, dass man sie beim besten Willen nicht verstehen kann. Die Karte ist umfangreich, das Essen schmackhaft, aber der letzte Pfiff zum Geheimtipp fehlt. Auch die Anrichtung ist teilweise etwas lieblos, der Mango-Lassi kommt rüber wie Frucht-Buttermilch. Pech ists auch, wenn man an einem der Tische im Schankraum nahe am Durchgangsflur sitzt. Der Boden schaukelt bei jedem vorbei gehenden Mensch derart stark, das einem das Essen fast vom Teller plumpst und der Gast auf seinem Stuhl seekrank tu werden droht... Ein schönes Lokal, kein Zweifel. Aber es gibt Luft nach oben!
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Ein S-Bahnhof der im Moment wohl zu den schmuddeligsten in ganz Berlin gehört. Nach der schon seit Jahren angekündigten Renovierung (bitte auch mit dem Fußgängertunnel unter der Michael-Brückner-Straße) wird er bestimmt mal irgendwann in ferner Zukunft ganz schön. Dann kommt man vielleicht auch wieder direkt und ohne am Ostkreuz umsteigen zu müssen zum Alexanderplatz, wie noch vor ein paar Jahren. Minuspunkte: Es gibt kein Personal auf dem Bahnhof, Raucher mit ihren ekligen Kippen qualmen einen überall an, niemand schert sich um die Verbotsschilder.
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Diese um 1900 erbaute Fußgängerbrücke verbindet Oberschöneweide mit Niederschöneweide und diente Anfang des neunzehnten Jahrhunderts vor allem dazu, den Arbeitern von AEG einen schnelleren Nachhauseweg zu ermöglichen. 1945 wurde die Brücke von der SS gesprengt, um den Vormarsch der Roten Armee zu stoppen. 2005 neu errichtet würde sich heute mancher Bewohner des Spreeviertels wünschen, man könnte die Brücke einfach schließen. Mit Graffitis beschmiert und meist mit Zigarettenkippen und Müll überzogen sollte man die Brücke in den Abendstunden besser meiden.
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Das Lokal hat seit ein paar Monaten geöffnet und hätte sich durchaus zu einem Publikumsmagneten in Oberschöneweide entwickeln können, zumal es sich an sehr zentraler Stelle befindet. Leider wurde es aber nicht sehr liebevoll renoviert, viel anders kann die Vorgänger-Kneipe auch nicht ausgesehen haben. Die Preise sind durchaus gehoben, was man leider von der Qualität des Essens nicht sagen kann. Ein paar Wochen lang gab es in diesem Burger-Lokal laut Aushang überhaupt keine Fleischbouletten. Was mich zu einer eher kritischen Bewertung bringt ist neben dem nervigen Personal, das gefühlt alle paar Minuten ein neues Getränk servieren möchte der Umstand, dass es mit der Sauberkeit des Geschirrs haperte...
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In dieser Außenstelle der Freien Universität Berlin wird die Geschichte der SED-Diktatur erforscht. Hier arbeiten Wissenschaftler unterschiedlicher Fakultäten, vor allem Historiker, Politologen, Germanisten und Pädagogen. Hier werden Fachbücher erarbeitet und zweimal jährlich die Zeitschrift des Forschungsverbund (ZdF) erstellt.
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Ein sehr gediegenes Speiselokal am Rande von Kiel. Die Einrichtung ist schön, die Mitarbeiter sind gut ausgebildet und sehr freundlich, die Speisekarte bietet eine große Auswahl Fleisch- und Fischgerichte und hinzu kommen Spezialitäten aus Schleswig-Holstein. Allerdings kostet der Spaß auch eine Stange Geld. Pro Person sollte man für eine Mahlzeit nebst Getränk mit 25 Euro kalkulieren. Warum ich einen Abzug geltend mache? Der Spargel hat mich nicht restlos überzeugt, er schien mir zwar gut, aber irgendwie nicht mehr so ganz absolut frisch. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen, also kann eine klare Empfehlung abgeben. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja dann noch einen Stern?
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In diesem Italiener schräg gegenüber dem Rathaus Köpenick sind wir eigentlich mehr durch Zufall gelandet. Also, um es gleich vorweg zu sagen, dieses Lokal hat sehr gut bei uns abgeschnitten. Eine große Karte, viel Abwechslung (auf Pizza kann man gut verzichten, hat mich eher neugierig gemacht), günstige Preise, aufmerksame und freundliche Bedienung, das Essen sehr lecker, die Einrichtung schön, die Musik romantisch... und aus dem Fenster schaut man direkt auf das Denkmal des Hauptmann von Köpenick. Das Pannacotta kann ich als Dessert sehr empfehlen. Also, hierher kommen wir bestimmt zurück. Man kann das Essen wunderbar mit einem Besuch im Köpenicker Schloss oder in der Altstadt verbinden. Und die Verkehrsanbindung mit der Straßenbahn ist auch wunderbar. Also keine Punktabzüge.
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Eine wunderschöne Mittelpunktbibliothek, wie man das hier neuerdings in Berlin so neudeutsch nennt. Sie wurde erst im Frühjahr 2015 in Betrieb genommen, ist also wirklich noch ganz neu. Hell und freundlich eingerichtet, mit kostenlosem Wlan und die Jahreskarte kostet für normale Nutzer auch nur 10 Euro im Jahr. Dazu tolle Öffnungszeiten an sechs Tagen in der Woche, auch für Berufstätige also gut zu nutzen, zumal man Auch die sogenannte Außenrückgabe nutzen kann, und zwar sieben Tage die Woche, rund um die Uhr. Neben Büchern kann man auch Zeitschriften, CD's und - wer's braucht - selbst Konsolenspiele ausleihen. Nicht zu vergessen sind zahlreiche Lese- und Arbeitsplätze.
Womit ich zu den Minuspunkten komme: Die Buchauswahl erinnert an eine dieser stromlinienförmigen Buchketten-Filialen. Nur Mainstream, wirklich nix Besonderes. Wer in Treptow mehr über Treptow erfahren will, fragt lieber seine Nachbarn. Und dazu, was richtig nervt, es ist echt laut in dieser Bibliothek, laut kreischende Kleinkinder und ihre Mütter sorgen für eine Lärmkulisse, die Lesen und Arbeiten leider weitgehend verhindert. -
Also, um das gleich vorweg zu sagen, das Beste am Bundesarchiv in Lichterfelde ist jedenfalls nicht die Kantine. Man kann hier essen, muss es aber nicht. Das Bundesarchiv in Lichterfelde mit seinem großen Lesesaal - in dem Kugelschreiber verboten und Bleistifte Pflicht sind - und einer vorzüglich bestückten Bibliothek sind die riesigen Bestände, die gute fachliche Betreuung und das entspannte Arbeiten hier. Neben großen DDR-Beständen befindet sich hier übrigens auch eine gewaltige NS-Kartei, das Berlin Document Center.